Saturday, January 13, 2007

"Bagdad mit dem Vorschlaghammer befreit"


21.500 zusätzliche US-Soldaten? Noch mehr Wiederaufbau-Milliarden? Eine frische diplomatische Offensive? "Ich stand bisher hinter dem Präsidenten und habe ihm seinen Traum abgekauft", sagte der Republikaner George Voinovich bitter-resigniert. "Inzwischen glaube ich nicht, dass das noch geschehen wird."

Ernüchternde Worte. Sicher, Bush wusste gut, dass seine wohl letzte Blaupause zur Rettung des Iraks und des eigenen Schicksals ins politische Sperrfeuer geraten würde. "Wir verstehen, dass die Leute skeptisch sind", sagte Präsidentsprecher Gordon Johndroe. "Ich hoffe nur, dass sie aufs Detail gucken werden."

Genau das taten sie - und lehnten auch die Details ab. Zum Beispiel, dass die Truppenspritze für den Irak eine langfristige Aufstockung des US-Militärs um 92.000 Soldaten erfordere - ein Kostenfaktor von gut 15 Milliarden Dollar pro Jahr. Oder, dass die Nationalgarde nun erneut mobilisiert werden müsse. Oder, dass Teile von Bagdad fortan hermetisch abgeriegelt werden sollten - eine Taktik, die bereits in Vietnam in "spektakulärem Versagen" geendet war, wie nicht nur die "Los Angeles Times" anmerkte.

Lernt G.W. nie etwas dazu?

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